Gottes Wege sind wunderbar.

„Lobpreis? Leitung? Ich?“, so ähnlich waren 1993 meine Worte auf die Anfrage meines damaligen Pastors in Bad Hersfeld, mich musikalisch in den Dienst Gottes zu stellen. Ihm war bei einem Gemeindefest aufgefallen, dass ich keine Mikrophon-Angst hatte und irgendwie schon einmal auf einer Bühne gestanden haben muss.   Gott verteilt Gaben und sieht bereits vorher, was nachher sein wird.

Ich habe das Singen und Gitarrespielen in der „Welt“ entdeckt, gebraucht und erweitert. Das Thema meiner Musik und Lieder von damals lässt mich heute eher schmunzeln. Es war der karnevalistische Gesang, der mich 10 lange Jahre in „seinen Bann“ gezogen hatte. Es machte mir Freude, als „Benkelsänger Helau-rufend“ mit der Gitarre Stimmung zu verbreiten und Leute durch den „Kakao“ zu ziehen. Trotz Erfolgen (es gab sogar Fernsehauftritte beim Südwest-Fernsehen) füllte mich diese Musik nie ganz aus. Es gab kurze Höhepunkte, die am Tag danach genau so schnell wieder „verpufft“ waren. 

Gott hat mich dabei aber nie aus den Augen verloren! Er ist keiner, der Druck, sondern Sog macht. Ich lernte Leute kennen, die mich mit ihren Geschichten von Jesus neugierig machten. Ich begann christliche Minibücher zu lesen; Bekannte schenkten mir eine Bibel. Es sollte allerdings noch weitere Monate dauern, bis mein Innerstes für Gottes Annahme bereit war. 

Wie sollte es bei mir „Musikus“ anders sein - Gott erreichte mich durch ein Lied: „Rise again“  (Auferstanden) von Dallas Holmes viel mir beim Hören an Ostern 1992 tief ins Herz und stellte mein Leben auf den Kopf. Ich musste ständig an diese bedingungslose  Liebe Gottes zu uns Menschen denken. 4 Wochen später übergab ich mein Leben unserem Herrn Jesus.

Ich bin unserem Herrn sehr dankbar und darf gespannt sein, was Er weiterhin tun wird. Gott hat mehr, als ich mir jemals vorstellen kann.  

Seit diesem Tag veränderte sich meine „Musik“. Ich war anfangs nach wie vor noch karnevalistisch aktiv, spürte aber immer mehr, dass dieses Liedgut nicht mehr „meine Botschaft“ sein sollte. Ich entschloss mich zunächst, die Anzahl der Veranstaltungen zu reduzieren und keine „unsauberen, zweideutigen Texte“ mehr zu singen. Es folgten Gespräche mit dem Vereinspräsidenten, der mich überhaupt nicht verstehen konnte, mir allerdings trotzdem signalisierte „Ich stehe hinter deiner Entscheidung, wenn dir jemand unangenehme Fragen stellt.“ Erst später konnte ich erkennen, dass auch bei diesem Gespräch Gott schon Seine Hände über mir hielt.

Nach dem beruflichen Wechsel nach Eisenach war das Thema Karneval endgültig vom Tisch. Ich hörte mehr und mehr christliche Musik. Es waren die guten Botschaften in Verbindung mit Musik, die mich inspirierten, diese Lieder zu Hause nachzuspielen und zu singen.

Mein Gebet und mein sehr persönlicher Wunsch „Gott möge mir neue Lieder schenken“, wurde erhört. Er schenkte mir eigene Melodien und Texte, anfangs zur eigenen Ermutigung, später um andere aufzubauen und schließlich Lieder, die IHN als den Herrn der Herren anbeten und preisen  Ich bin angekommen, wo Er mich hinhaben wollte …. Seine Wege sind wunderbar.


Er führte mich sozusagen vom „Helau zum Halleluja“ …. 

Markus Benkel, April 2007