Vom Dreck in das Licht

So ganz genau kann ich mich nicht mehr erinnern, es war etwa um das Jahr 1977, als ich das erste Mal von diesem Jesus Christus gehört hatte. Damals lebten wir schon ca. drei Jahre in Deutschland ,nachdem wir Russland 1974 verlassen hatten. Während dieser Zeit übernachtete ich des öfteren bei meiner Oma. Kniend und manchmal weinend betete sie zu Gott. Dies beeindruckte mich tief. Irgendwann hatte ich dann eine Bibel in der Hand und las die Geschichte von Jesus Christus. Als ich an die Stelle kam, wo sie Jesus hingerichtet hatten, musste ich einfach weinen und hatte zugleich einen Zorn auf die Leute, die ihn so grausam hingerichtet hatten. Damals habe ich noch gar nicht verstanden was, in mir so richtig vorging. Ich wurde älter, ging in die Schule, wurde konformiert, fing an mich an dem sogenannten „Leben" zu erfreuen.
Mit 14 Jahren kam ich das erste Mal in die Disco, fing an, heimlich zu rauchen. Je öfters ich in die Diskothek ging, desto mehr wurde ich mit dem Saft Alkohol bekannt. Irgendwann hatte ich einen Jesus-Film im Fernsehen zu Ostern gesehen, der mich ebenfalls sehr berührt hatte. Aber schließlich ging es immer tiefer in Richtung des Bösen. Ich fing an, mit meinen Kumpanen zu stehlen. Vor allem wollte ich in der Diskothek auffallen, indem ich mich mit anderen Typen herum prügelte. Wir gingen öfters in gewisse Viertel, nur um zu schauen, was da so vor sich geht. Ich denke, ich war ca. 10 bis 11 Jahre jeden Freitag und Samstag in der Diskothek. Dort wird man dermaßen in den tiefsten Dreck gezogen und vom „ach so schönen Leben" verblendet. Jedoch sieht man das in einem gewissen Alter gar nicht ein. Man denkt, dies wäre normal und cool, was da abläuft. Ich sah das auch so damals, heute sehe ich dies viel objektiver und klarer.Meine Eltern wussten natürlich nichts von diesen Dingen.
Sie dachten immer, sie hätten einen braven Sohn. Öfters, als ich von den Diskotheken nach Hause kam, betete ich das Vater Unser. Mein "inneres Ich" sprach: „Du lebst falsch" . An einem Morgen hatte ich einmal einen Wach- traum. Ich sah meinen Kumpel Bernd mit seinem Auto durch den Wald fahren und irgendwo anhalten. Ich hörte eine Stimme: „Steig nicht aus, was auch passiert!" und dachte mir: Was ein komischer Traum! Ein bis zwei Monate später fuhren wir beide, Bernd und ich, von Hohenecken nach Kaiserslautern. Plötzlich fuhr ein roter Golf aus dem Wald heraus und nahm uns die Vorfahrt. Bernd bremste , blendete dem Fahrzeug auf. Die fuhren einfach weiter. An der ersten Ampel in Kaiserslautern hieht der rote Golf an. Ein Typ stiegt aus. Ich stieg auch aus. Er kam auf mich zu. Ich stieße ihn zurück. Wir kämpften. Der andere kam von der anderen Seite. Ich schlug mich mit beiden Typen. Der eine rannte weg. Irgendwie ging auf einmal alles wie in Zeitlupe. Der zweite kam zurück. Er hielt eine Pistole auf mich gerichtet. Ich hörte zu kämpfen auf, dann schlägt mich einer zu Boden. Ich fiel auf den Bordstein und brach mir ein Stück vom Zahn ab. Einer von den Beiden trat mich heftig in die Seite, anschließend flüchteten beide. Ich stand schwer atmend auf und schaute in das Fahrzeug von meinem Freund. Ich sah er ist verletzt. Einer der beiden hatte ihn mit der Pistole für kurze Zeit bewusstlos geschlagen. Wir merkten uns das Kennzeichen von denen und fuhren zur Polizei. Dort melden wir was vorgefallen ist. Der Polizist sagte: "Das ist das Auto das gestohlen wurde von den Leuten die ein Juweliergeschäft in Homburg ausgeraubt hatten".
In diesem Moment ging es mir durch den Kopf: „Wo hast Du das schon mal gesehen?" Ich stand immer noch da schwer atmend als es mir plötzlich wieder einfiel. Dieser Traum kam mir wieder in den Sinn.
Schließlich fuhr mich Bernd ins Krankenhaus, wo ich sofort operiert wurde. Mir wurde die Milz herausgenommen. Sie war dreimal gerissen und man konnte sie damals nicht nähen, deshalb nahm man sie raus. Der Arzt hat mir dann später erzählt: „Eine Stunde später und Sie wären innerlich verblutet!"
Ich bin mir heute 100% sicher, dass Gott mir diesen Traum geschickt und mich auch damals vor dem Tod bewahrt hat.
Er sucht auch dich, um dich davon abzubringen in die Hölle zu gehen. Solange Du lebst, kannst Du Dich Gott noch zuwenden!
Ich hatte immer noch nicht gerafft, dass es einen lebendigen Gott gibt, welcher mein und dein Leben sieht. Ich fing, an über Gott und die Welt nachzudenken nach all diesen Dingen. In dieser Zeit lernte ich eine Frau in der Diskothek kennen. Von ihr erfuhr ich, dass sie ein Kind hat. Ich habe mir damals gedacht: „Na ja, was soll’s". Ich wusste ja nicht, was auf mich noch alles zukommen sollte. Schließlich hatte ich lange nach einer Frau gesucht. Jetzt hatte ich eine. Ich war 25 Jahre alt und wusste nicht, worauf ich mich eingelassen hatte. Wir beide lebten 3 Monate glücklich zusammen, wobei ich im Nachhinein erfuhr, dass Sie mit ihrem Mann in Scheidung lebte, dass sie mit einem anderen Ihren Mann und ihre 4 jährige Tochter für 8 Monate verlassen hatte. Drogenkonsum und ein hoher
Dann hatte ich wieder einen Traum. In diesem Traum sah ich einen dunklen Himmel. Mitten in diesem Himmel war eine Tür. Ich öffnete die Tür. Da war wieder eine Tür. Ich öffnete die Türen mit den Gedanken, ich suche diese Frau. Auf einmal war sie hinter einer Tür. Dann verschwand sie und ich öffnete weitere Türen. Bei der letzten Tür sah ich meine Mutter und wachte auf. Ich erzählte auch dieser Frau meinen Traum.
Nach einer Woche hatten wir über irgend etwas gestritten. Ab diesem Zeitpunkt wollte sie nichts mehr von mir wissen. Da merkte ich, wie krankhaft ich an dieser Frau hing. Ich wollte alles wieder in Ordnung bringen. Aber es war nichts zu machen. Ich fing an, wie ein Verrückter hinter ihr her zu rennen. Ich brachte ihr Blumen, doch sie war nicht zu Hause. Schließlich lag ich zu Hause und zuckte jedes Mal zusammen, wenn das Telefon klingelte. Ich konnte nichts mehr essen. Ich nahm ab. Damals wog ich noch ca. 50 kg. Ich bekam dazu noch ein Magengeschwür, dazu war ich auch noch arbeitslos. So lag ich in meinem Bett und wollte nur schlafen, wollte einfach einschlafen und nicht mehr wach werden. In dieser schweren Zeit ging ich auf die Knie und betete zu Gott: „Bitte, Gott, gib sie mir doch wieder und wenn es nicht sein soll, so gib mir doch eine Frau, die mich liebt!".
Heute weiß ich, dass Gott ein solches Gebet erhört. Ich war so tief in die Zerstörungskraft der Sünde und des Teufels geraten, dass ich nicht mehr leben wollte. Schließlich sollte ich nach Bayern in eine Umschulung kommen. Bei den Heimfahrten lernte ich Irina kennen, die heute meine Frau ist. Sie war damals 17 und ich war 26 Jahre alt. Gott hat mein Gebet erhört, das ich damals gebetet hatte.
Zu Weihnachten 1995 lud mich mein Bruder in die heutige Lagerhauskirche ein. Ich ging mit Irina dort hin. Das war das erste Mal, das ich eine Predigt mit Macht über das lebendige Wort Gottes gehört habe. Ich weiß noch, wie ich nach der Predigt gesagt habe: "Das ist Gottes Wort. Ich kenne die Bibel. Der Pastor hat recht!"
Das war alles andere als die langweiligen Predigten, die ich bis dorthin gehört hatte. Meine Güte, was für ein Unterschied, wenn man das lebendige Wort Gottes so hört! Mit Autorität, Vollmacht und Liebe! Ich ging von nun an öfters in diese Gemeinde. Lobpreis von einer halben Stunde, Predigt von einer Stunde, das war mir zu wenig. Zu Hause las ich selber in der Bibel. Ich wollte mehr über diesen Gott wissen. Schließlich gab ich mein Leben Jesus, ließ mich im Swimmingpool von Bruder Walter taufen und wurde Christ. Die Gemeinde startete eine Evangelisation, wo Pastor Robinson aus Köln im Konferenzsaal der Kreis- sparkasse Kaiserslautern eine Woche lang predigen sollte. Noch während der ersten Abende, als Pastor Robinson predigte spürte ich wie ein leichtes Brennen in der Mitte meines Brustkorbs anfing mich zu berühren. Es bewegte sich von meinem Brustkorb zu meinem Herzen, wo es eine kleine Weile verweilte und ging dann wieder zurück zur Mitte des Brustkorbs. Das war ein herrliches Gefühl.
An diesem Abend, als ich wieder auf die Straße ging, hatte ich solch eine Liebe in mir! Ich hätte die ganzen Menschen, die ich auf der Straße sah, umarmen und von der Liebe Jesu erzählen können. Nachts um 4 Uhr wurde ich wach. Das Brennen spürte ich ganz stark in meiner Brust. Nach diesem Erlebnis fing ich an, in meinem Zimmer diesen lebendigen Gott anzubeten. Es war förmlich die Herrlichkeit Gottes in meinem Zimmer, als ich auf meinem Keyboard musizierte und Gott anbetete.
Natürlich musste ich allen meinen Bekannten und Freunden davon erzählen. Mein Herz brannte auf einmal für diesen Jesus, der mich so sehr liebt, dass er sein Leben am Kreuz für mich gegeben hat. Halleluja dem Herrn! So langsam nahmen die Leute mehr Abstand von mir. Auch meine Eltern erklärten mich für verrückt, „In was für eine Sekte bist Du da geraten?", fragten sie mich. Mittlerweile lesen sie selber die Bibel. Meine angeblich besten Freunde konnten mich nicht mehr verstehen. „Kommt der schon wieder und redet von seinem Jesus!", sagten sie.
Das aber, was sie heute an mir sehen, zeigt, dass ich nicht verrückt, sondern ver- ändert wurde durch die herrliche Hand Gottes. Ich hörte auf Zigaretten zu rauchen, hörte auf zu stehlen, zu belügen, zu betrügen. Anstatt in die Diskothek laufe ich in meine heutige Gemeinde in die Lagerhauskirche Kaiserslautern, wo ich lernen kann, wer und wie Jesus wirklich ist. Dass er keine Religion ist, sonder der einzige und lebendige Gott, der uns Menschen und alles, was wir sehen, geschaffen hat. Heute hat mich der Herr mit einer wunderbaren Frau, Irina und unsere gemeinsame Tochter Alexandra gesegnet.
Das ist mein Zeugnis. Ich würde sagen in einer Art Steno-Stil.
Es ist mittlerweile so viel passiert. Ich bin Gott dankbar, dass er mich nicht verdammt hat für meine Werke, sondern sich erbarmt hat in meinem Leben, so dass ich jetzt ein wunderbares Leben in Jesus führen kann. Es ist auch als Christ manchmal nicht einfach, aber die Sicherheit dass ich, wenn ich sterbe, ins ewige Leben zu Jesus Christus komme, macht mich stark. Ich wünsche mir für jeden der dieses Zeugnis liest, dass er weiß Gott kennt dich. Er ist da und weiß wie es in Dir aussieht. Du kannst jederzeit und überall seinen Namen anrufen. In der Bibel steht:
Gott segne Dich!
Jakob Kirschenmann
Wenn Sie hierzu Fragen haben SCHREIBEN SIE MIR! ich freue mich darauf!