Israel & Wir
1.
Als Gemeinde des BFP sind wir der Überzeugung, dass Christen sich
grundsätzlich positiv und wohlwollend dem Staat Israel und dem
jüdischen Volk gegenüber verhalten sollen. Uns verbindet eine
historische und geistliche Verwandtschaft. Der christliche Glaube hat
jüdische Wurzeln, und ein Großteil unserer heiligen Schrift steht
zunächst in einem israelischen Kontext, in dem uns Gottes Reden und
Wirken übermittelt wird. Unser Herr Jesus Christus sowie die ersten
Apostel und Ältesten gehörten diesem von Gott auserwählten Volk an.
Jesus selbst sagte: „ …das Heil kommt aus den Juden!“ (Joh 4,22). Auch
die weltweite Gemeinde Jesu erlebte ihre „Geburt“ während des jüdischen
Pfingstfestes in Jerusalem.
2.
Wir glauben nach Römer 11,29, dass Gottes Gnadengaben und Berufung
unwiderruflich sind und Israel auch heute im heilsgeschichtlichen Plan
Gottes eine zentrale Bedeutung hat. Die Rückführung in die alten
Gebiete als ihr Heimatland erkennen wir als endzeitliches Signal. Wir
bedauern, dass das Christentum in seiner Geschichte viel Leid über das
jüdische Volk gebracht hat.Wir wollen unsere Wertschätzung und Liebe
Israel gegenüber ausdrücken, indem wir es segnen, ermutigen und
unterstützen und für Frieden und Wiederherstellung beten. Bei aller
Solidarität und Unterstützung wollen wir auf keinen Fall vergessen,
dass das Kostbarste, was die Gemeinde Jesu den Juden zu geben hat, das
Evangelium vom Messias der Juden und vom Retter und Heiland aller
Menschen ist. Unter Jesus Christus als dem Haupt seiner Gemeinde finden
wir miteinander zu der Einheit, zu der Menschen aus allen Völkern in
Gottes Reich gerufen sind.
3.
Das jüdische Volk zu lieben, bedeutet für uns nicht blindlings, alle
Aspekte Israelischer Politik gut zu heißen. Ein wahrer Freund darf eben
auch kritisieren, und zwar demütig, ermutigend und konstruktiv. Keiner
liebt Israel mehr als der Gott Israels, der ihnen eben deshalb immer
wieder Propheten sandte, um auf Missstände aufmerksam zu machen.
4.
Freunde Israels zu sein, bedeutet für uns niemals, Feinde der Araber /
Palästinenser zu sein. Wir wollen alle Menschen lieben, wie Jesus uns
lehrt, und wo wir Leid und Unrecht sehen, macht uns das betroffen und
fordert unsere praktische Nächstenliebe.
5. Wir bedauern auch, dass manche einseitige und falsche Lehre das gute Anliegen, Israel zu segnen, überschattet hat. So stehen wir eher kritisch zu Lehransätzen, die Christen zurückführen zu den Schatten des alten Bundes (Passah- /Laubhüttenfest, Sabbat), wo uns doch in Christus das Wahre geschenkt wurde – entsprechend Hebräer 7–10